Steckbrief. Mentimeter. Kommunikation. Schredder. Fürbitten. Mutmachmusik. Dein Projekt. Dein Chillout. Deine Party. Livemusik.

Diese Stationen steuerten am Samstag, den 13. Juni, 19 Konfis an. Pastor Christoph Martsch-Grunau hatte den entsprechenden Laufzettel nach einem ausgeklügelten System erstellt. So hatten die Konfis bei ihrem Kennenlerntag in der Kirchengemeinde Heilig Geist in Delmenhorst-Deichhorst die Gelegenheit, nicht nur die vielen Teamer*innen, die die Stationen mit digitalen Tools und fröhlich analogen Gesprächsimpulsen gestalteten, kennenlernen, sondern auch bis zu fünf der neuen Mitkonfis.

Das dabei die AHA-Regeln eingehalten wurden, verdankte der Tag wesentlich Küster Andreas Westermann, der nicht nur das Einlassmanagement im Griff, sondern die Laufwege in der Kirche klar gekennzeichnet hatte. Klar, dass so ein Neu-Start mit viel Arbeit im Vorfeld verbunden war und mit der Sorge, ob denn alles auch gut geht und so ein Tag unter Corona-Bedingungen überhaupt Spaß macht. Immerhin waren insgesamt 40 Menschen km drei Stunden lang auf dem Gelände unterwegs – ok, zwei Teamer waren über das Internet aus Delmenhorst und aus Berlin zugeschaltet. Damit die ganzen Online-Schalten und Apps funktionierten, mussten viele Meter Kabel gezogen werden, damit die Konfis das WLAN der Gemeinde für die Aufgaben und auch für ihre Kommentare auf dem neuen Konfizeit-Discord-Channel nutzen konnten, den alle auf ihren Smartphone eingerichtet hatten.

Nach dem Team-Briefing um 9 Uhr begann der Konfi-Tag um 10 Uhr in der Kirche. Beim Hineingehen trugen alle diszipliniert ihren Mund-Nasenschutz. Wer saß, durfte ihn abnehmen. Für manche Jugendliche war es nach drei Monaten zum ersten Mal, dass sie mit so vielen Menschen in einem Raum zusammen waren. Man merkte es ihnen an, dass sie sich erst wieder an solche Zusammenkünfte gewöhnen müssen. Ein cooler Imagefilm („Deine Konfizeit beginnt genau JETZT!“) und die lockere Begrüßung des Moderatorenteams wärmten schon mal ein bisschen an, bevor es auf die große Kirchenwiese zum von der „schwimmenden Simone“ angeleiteten ersten Spiel ging.

Zwei 45-minütige Aktionsphasen an jeweils fünf Stationen wurden von einer Spiel – und Erfrischungspause auf der Wiese unterbrochen. Zum Abschluss kamen alle wieder in den Kirchenbänken zusammen. Die Discord- und Stationenerträge wurden mit einem kleinen Galeriegang gesichtet, ein notwendigerweise mit Weitwinkel aufgenommenes Gruppenfoto wurde gemacht und eine kleine Andacht gefeiert.
Um 13 Uhr gingen die Konfis nach einem ungewöhnlichen Konfitag nach Hause und das Team gönnte sich noch einen von Jugenddiakon Ralf Pahling angeleiteten Rückblick auf das Erlebte.

Einig waren sich alle: Es war ein ganz anderer Konfitag als die, die bisher miteinander inszeniert wurden. Ist ja auch echt schwer, so auf Abstand gut miteinander in guten Kontakt zu kommen und sich nicht vor lauter Wiedersehensfreude fröhlich als Team in den Arm zu nehmen. Auf jeden Fall wurden durch die digitale Vorbereitung verborgene Talente entdeckt und neue Möglichkeiten der Themenarbeit ausprobiert. Daran kann beim nächsten Mal angeknüpft werden. Anstrengend war der Konfitag für das tolle Team allemal. Wie gut, dass bei dem schönen Wetter das Schwimmbad eine nachmittägliche Erfrischung bereithielt.

Insgesamt verbuchen wir diesen Konfitag als Erfolg. Attraktive Stationen, viel Bewegung, ein motiviertes Team und viele neue Erfahrungen sind das klare Plus dieses Tages. So kann der Neu-Start der Konfizeit auch mit einer größeren Gruppe und unter Beteiligung von Teamer*innen gelingen. Mehr Infos zum Kennenlerntag und über die Inhalte der Stationen gibt es hier!
Wir freuen uns über Nachfragen … und nachmachen erwünscht!

Der Heilige Geist setzt Menschen in Bewegung. Deshalb hier kurz vor dem Fest noch drei Impulse. Für alle, die sich spontan begeistern lassen:

Workout – Gottesdienst

In der Joggingshose zum Gottesdienst – das ist nicht jedermann und jederfrau Sache. Aber beim zweiten Workout – Gottesdienst von Kirche und Sport zu Pfingsten ist das ein guter Dresscode. Mal sehen, ob die meisten nur zuschauen oder mit „Feuer und Flamme“ dabei sind.
Wichtig für das richtige Timinge: Als gutes Fest-Warmup startet das Ereignis bereits am Pfingstsamstag um 18 Uhr:
https://www.evangelisch.de/inhalte/170646/27-05-2020/workout-gottesdienst-zu-pfingsten-kirche-und-sport

Tauben auf die Straße malen

Wer es freihändig nicht hinbekommt, nimmt einfach die Schablone und malt zu Pfingsten mit Kreide eine Taube auf die Plätze, Straßen und Bürgersteige. Und dazu „Gott beflügelt – Frohe Pfingsten!“
Eine schöne kontaktschonende Aktion aus Magdeburg nicht nur für Konfis:
https://www.evangelischejugend.de/jugendverband/aktuelles/neuigkeiten/gott-befluegelt-frohe-pfingsten-bringt-die-tauben-auf-die-strasse.html

Pfingsten mit der KonApp

Vikar Frank W. Echsler aus unserer oldenburgischer Kirche hat eine rein digitale Einheit zum Thema „Pfingsten“ mit Hilfe der KonApp entwickelt und durchgeführt. Eine Woche lang gab bzw. gibt es noch gegen 10 Uhr einen entsprechenden Post. Nach Abschluss der Projekts findet sich hier eine erfahrungsgesättigte Version – jetzt erst mal der ideale Plan:
https://www.konapp.de/media/tyfo20436-b975982cda6972164ae99d2ee5fe1340/Pfingsten+Entwurf+KonApp+%28ohne+Daten%29+Seitenlayout+neu.pdf

Da Pfingsten ja eine langfristig wirksames Fest ist, können diese Ideen natürlich auch nach den Festtagen nachhaltig in Szene gesetzt werden….

[Beitragsbild: youtube]

„Eine Welt der echten Wertschätzung, des respektvollen Austauschs.“
Diese Welt kommt in der medialen Öffentlichkeit kaum vor, sagt der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen. Und genau um diese besondere Erfahrung geht es uns, wenn wir (nicht nur, aber natürlich auch) für Konfis und Teamer*innen mit der Konfizeit Räume und Zeiten gestalten, in denen sie sich mit Fragen über „Gott und die Welt“ beschäftigen. Das ist eine unserer Herausforderungen in diesen Corona-Lockerungs-Zeiten.

Angesichts der Möglichkeit, sich in Niedersachsen und in einigen anderen Bundesländern wieder physisch auf dem Kirchengelände zu treffen, suchen wir in aller Ruhe oder auch etwas aufgeregt den richtigen Mix zwischen neu gewonnen digitalen Arbeitsformen und einer hygienisch aufwändigen und zugleich entspannten, fröhlichen physischen Konfizeit. Haben wir die AHA-Regeln im Griff (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken), entwickeln wir Formen und Wege, die nach der langen Zeit der Kontaktarmut eine vertrauensvolle Gemeinschaftserfahrung schaffen. Wie sagte es ein Kollege vorhin: Und wenn die Konfis auch nur einfach die Gelegenheit nutzen wollen, sich untereinander auszutauschen. Das ist gegenwärtig auch schon ein kostbarer Moment.

Also probieren wir aus, was geht, Spaß und Sinn macht, in Bewegung bringt und spirituell berührt. Das muss alles nicht perfekt sein, sondern darf mutig und mit Selbstvertrauen in Szene gesetzt werden. Wir haben eine ganze Menge drauf! Und auf jeden Fall lohnt es sich, andere zu fragen, was ihnen dazu einfällt. Meine Erfahrung: Das lohnt sich und bringt raus aus dem einsamen Nachdenken.

Ein frisch in seine neue Wohnung eingezogener junger Mann hat sich ziemlich am Anfang seiner neu gewonnenen Selbständigkeit ein Schild mit der Aufschrift „Heimathafen“ an die Wand gehängt: Hier bin ich ab jetzt zuhause, hier gehe ich regelmäßig vor Anker und ruhe mich aus. Und damit er alleine, aber nicht einsam ist, trifft es sich gut, dass die Familie des jungen Mannes nicht so weit entfernt wohnt. Die „häusliche Gemeinschaft“ bzw. Familie bekommt in diesen Zeiten hohe Bedeutung zugemessen. Es ist zu hoffen, dass diese schutzverordnete Nähe neben kritischen Potenzialen auch viele positive Erfahrungen und seelische Wärme mit sich bringt.

Viele gute Ideen, damit Kirche zum fußläufig erreichbaren oder auch digitalen Heimathafen (in Wilhelmshaven sagt man „Havenkirche“) wird, finden sich zunehmend auch hier.

Um noch mehr gute Ideen wird herzlich geworben! Wir können davon eigentlich ja nie genug kriegen.

Segensreiche Grüße zum Konfirmationstag

In diesen Wochen würden allerorten Konfirmationen gefeiert…. – wäre da nicht dieser Virus mit seinen Folgen. Also muss überall umgeplant werden.

Die meisten Gemeinden haben ihre Konfirmationen bis in den Herbst oder auch schon gedanklich ins nächste Jahr verschoben. Wie sich dann miteinander kirchlich und privat fröhlich feiern lässt, dazu entstehen im Laufe der Zeit viele Ideen.

Aber wie mit dem Tag der ursprünglichen Konfirmation umgehen? Viele Pastor*innen und Konfi-Teams haben sich sehr persönliche Nachrichten ausgedacht und bringen handgeschriebene Briefe, kleine Präsente, Erinnerungen aus der gemeinsamen Konfizeit etc. an die Haustüren oder per Post in die Briefkästen. Es wird geklingelt und geklönt, der Klapphocker aufgestellt, geklagt, gegrübelt und nach vorne geschaut.
Die Mühe lohnt sich, stellen die fest, die sich auf den Weg gemacht haben und eine neue Form der Verbundenheit gestalten.

Zwei wunderbare Ideen möchte ich heute und hier teilen.
In Bremen verbindet sich der farbenfrohe Regenbogen als Treuezeichen der Liebe Gottes mit einem schönen irischen Segen zu einem neuen Band der Zusage:
„… und bis wir uns wiedersehen“.
Die Karte mit dem vollen Text des Segens „Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein…“ lässt Raum für ein paar persönliche Worte.

Eine andere Idee stammt aus der Nordkirche, genauer aus Hamburg-Schnelsen. Leckere, selbstgekochte Rhabarbermarmelade als an der Haustür herzlich überreichte Einladung, den eigentlichen Konfirmationstag trotzdem und vielleicht mit einem gemütlichen Familienfrühstück zu genießen. Guten Appetit!

Es ist toll, was für Ideen kreuz und quer im Land entwickelt werden, um mit den Konfis auch in Zeiten der persönlichen Kontaktsperre verbunden zu bleiben, Mut zuzusprechen und kreativ Konfizeit zu gestalten.

Sicher geht es nicht darum, andauernd und unermüdlich alle zu beschäftigen – einschließlich sich selbst.
Aber sich einige Vorschläge anschauen, geeignete herausfischen, selber ausprobieren und prüfen, ob das nicht auch was für die eigenen Konfis und Teamer*innen wäre – nicht nur für die Krisenzeit -, macht ernsthaft Spaß.

Die Konfi-Fachmenschen der EKD tragen auf Ihrer bundesweiten Seite gerade gute Bausteine und Tools zusammen. Einfach mal reinklicken…

https://konfi-arbeit.de/konfidigital-konfihome/