… Mattis, Smilla, Paul, Leonie, Tom, Celine, Florian, Kim, Lucas, Melina…. – diese und ganz viele weitere Namen von Jugendlichen stehen in diesen Tagen und Wochen in Gemeindebriefen und auf Zeitungsseiten. Viele Briefe, Karten, Urkunden mit einem dieser vielen Namen als Adressat werden individuell und inhaltsreich geschrieben. Es ist wieder soweit:

Überall landauf und landab feiern wir in unseren evangelischen Kirchen Konfirmation. Traditionell zwischen Ostern und Pfingsten – aber je nach örtlichen Kulturen auch mal davor oder danach. Nach ein oder zwei Jahren gemeinsamer Vorbereitung ein besonderes Fest im Leben. In einem feierlichen Gottesdienst wird das besondere „JA“ Gottes in der Taufe bekräftigt und das Abendmahl gefeiert. Die Konfirmand*innen empfangen den Segen Gottes und stimmen ein in das Bekenntnis der christlichen Gemeinde.

Über die Hälfte der Konfirmierten sagen im Rückblick, dass die Konfirmation einer der wichtigsten Tage in ihrem bisherigen Leben gewesen ist. Ein Übergang von der Kindheit in die Jugendzeit. Eine Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens und der Bedeutung des Glaubens. Mitten in eine spannende Zeit der persönlichen Entwicklung hinein, in der sich nicht nur körperlich viel verändert, sondern auch das Gehirn komplett umstrukturiert wird. Kein Wunder also, dass es eine hochspannende Zeit für alle Beteiligten ist.

Wir vom KAJAK-Team wünschen allen Konfis eine schöne Konfirmation. In der Kirche und in den Familien. Ihnen und allen, die sich als Verantwortliche und Teamer*innen in der Konfizeit eingebracht haben, wünschen wir die Gewissheit, dass sich alles Tun und Machen, alles Hinterhergehen, Dranbleiben, alles Zuhören und Reden, jeder gemeinsame Quatsch und jede intensive Nachdenklichkeit am Ende irgendwie gelohnt hat. Für das eigene Lebensglück und für alle kleinen und größeren Wegabschnitte, die jetzt dran sind.

Ein Segen zur Konfirmation:
„Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist
gebe dir seine Gnade, er
Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten,
dass du bewahrt wirst zum ewigen Leben.“

Und hier gibt es TIPPS für die Feier der Konfirmation im Familienkreis: [download id=“3171″]

Heimlich besucht Ben seit einem Jahr den Konfirmandenunterricht. Jetzt hat er sich sogar taufen lassen – ohne seinen Eltern ein Wort zu sagen….
Ja, wo gibt es denn sowas?

Vor einem Jahr lief der Film „Die Konfirmation“ (D 662) erfolgreich im Rahmen der Themenwoche der ARD „Woran glaubst du?“ im Fernsehen.
Warum entscheiden sich junge Menschen trotz voranschreitender Säkularisierung heute noch dafür, Ja zu sagen zum christlichen Glauben? – Diese Frage wirft der Film von Regisseur Stefan Krohmer in 11 Szenenbildern auf. Ein spannender Spielfilm für junge Menschen ab 12 Jahren – und sicher auch für Eltern, die sich mit dem Sinn dieses evangelischen Festes auseinandersetzen wollen.

„Konfirmation – Bekräftigung des Glaubens“ (D 661)
Nicht mit Spielfilmlänge, aber mit einer guten Übersicht glänzt der zweite Filmtipp. Dieser knapp 21 Minuten lange Film aus dem Jahr 2018 informiert kurzweilig alle, die sich mit dem Thema Konfirmation beschäftigen wollen. Benjamin und seine Familie werden auf dem Weg zur Konfirmation begleitet. Themen der Konfi-Zeit, Begegnungen und Erfahrungen der Beteiligten und besondere Höhepunkte werden beleuchtet und in Szene gesetzt.

Beide Filme liefern als Zusatzmaterial Links, didaktisch-methodische Impulse und Arbeitsmaterialien zur reichhaltigen Auswahl und Weiterarbeit.

Wir finden, die beiden Themenfilme eignen sich ganz hervorragend für den gemeindlichen und schulischen Kontext. Reliunterricht, (Info-)Elternabende (Warum nicht kleine Sequenzen in den Ablauf des Abends einbauen?), Werte und Normen, Gemeindekirchenräte, Kirchenvorstände, Teamer-Runden, Jugendarbeit und und und.

Deshalb gibt es die beiden Filme jetzt auch bei uns in der Medienstelle auszuleihen.
Reinklicken, anrufen, vorbeikommen, mitnehmen…

Der Countdown läuft: Am Freitag, 17.8. steigt die ar-party
Zum zweiten Mal laden wir alle Interessierten von 16-18 Uhr ein, an religiösen Fest-Tafeln Platz zu nehmen, im reichen Materialschatz der Medienstelle zu surfen und religionspädagogisch wachen Menschen zu begegnen. Natürlich lässt es sich auch die Konfirmandenzeit nicht nehmen, „das“ Fest für junge evangelische Menschen in Szene zu setzen. Und wer mag, bleibt noch mit vor Ort, um mit Heike Ennen-Hansing – heut mal ganz oben auf der interreligiösen Torte – anzustoßen, die nach 36 Jahren (!) schweren Herzens, aber freiwillig und fest entschlossen die Leitung der Medienstelle in andere Hände legt. Das ist uns allen ein würdiges Fest wert – Überraschungen inklusive…
Alle Infos finden sich nochmal schön dekoriert: [download id=“2647″ template=“HIER“]

„Schenken Sie Ihren Kindern wichtige Werte.“
Nun, diese Werbung in einem schönen Oldenburger Schaufenster schlägt als Ausdruck dieses Verlangens als besonderes Geschenk zur Konfirmation (oder Kommunion) ein Kreuz vor: Das Coventry Cross of Nails.

Ok und ach und apropos: Das Kreuz ist ja gerade sehr in Mode. Was bedeutet es, wenn in Bayern in allen staatlichen Behörden Kreuze angebracht werden? Die große Mehrheit, auch die christlichen Würdenrträger allerorten, wehrt sich gegen die Vereinnahmung dieses urchristlichen Symbols für die bürgerliche Traditions- und Wertekultur. Andere sehen es etwas differenzierter und fragen, ob es für Menschen anderer Religionen oder Weltanschauungen nicht auch beruhigend sein kann, dass in dieser mit dem Kreuz ausgezeichneten Behörde bestimmte positive Wertorientierungen gelten, die sich mit dem christlichen Glauben zweifelsohne verbinden. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an muslimische Eltern, die ihre Kinder am liebsten in eine konfessionelle Kindertagesstätte bringen: Sie trauen dieser Einrichtung ganz besonders zu, tolerant und reflektiert die Grundfragen des Menschseins in ihr Miteinander einzubeziehen.
Und ganz mode-klassisch sind auffällige Kreuzketten in der aktuellen Sommerkollektion bei Prada, Jacquemus, Versace und Dolce & Gabbana zu sehen. Und das soll sich, im klerikalen Geist entworfen, bis in die Winterkollektion hin fortsetzen. Es ist schwer einzuschätzen, ob diese Entwicklung als Zeichen der Christianisierung der Mode interpretiert werden muss. Oder eher als Signal dafür, dass das Christentum nun modisch wird. Einige bin ich mir zumindest mit Papst Franziskus, dass das Kreuz allein als „trendiges Accessoire“ völlig missverstanden oder vielleicht sogar gnadenlos verraten würde.

Jetzt aber zur modischen? christlichen? zivilgesellschaftlichen? marktwirtschaftlichen? Geschenkidee von eben: Die Geschichte des Nagelkreuzes begann nach der Zerstörung der St. Michael´s Kathedrale in Coventry im November 1940 durch die deutsche Luftwaffe. Der damalige Dompropst ließ bei den Aufräumarbeiten drei große Zimmermannsnägel aus den Trümmern des Dachstuhls zu einem Kreuz zusammensetzen. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich eine ökumenische Gemeinschaft von Nagelkreuzzentren gebildet. Es geht um Weltoffenheit, Versöhnung, Frieden und Respekt im Miteinander der Menschen.
Bleibt zu hoffen, dass sich mit den kleinen Nachbildungen für den Gabentisch auch für die Generation derer, die in die Verantwortung des Lebens gerade erst hineinwachsen, auch etwas von diesen idellen Werten verbindet. Oder ist das eigentlich zu viel verlangt, Kindern und Jugendlichen solche umfangreichen Begriffe zuzumuten? Reichen nicht Familiensinn, Selbst- und Gottvertrauen und Nächstenliebe als ermutigender Zu- und Anspruch in dieser Lebensphase auch schon ziemlich weit? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass bei meiner Konfirmation vor 40 Jahren die ganz großen Erwartungen an mich herangetragen wurden.
Sei´s drum. Die Hauptsache, im Zusammenklang von kirchlicher und familiärer Freude über die Feier der Konfirmation werden nicht nur schöne Worte gefunden, die Mut zum Leben und Gestalten machen, sondern es wird auch miteinander darüber nachgedacht und im besten Fall sogar heiß diskutiert, was denn für alle in der Runde im Reden und Tun bleibend wertvoll und damit segensreich für das Miteinander im Kleinen wie im Großen sein könnte.

Was für ein herrliches Konfirmationswetter war das am letzten Sonntag! Ein seelen- und körperwärmendes Zusatzgeschenk zu vielen schönen Konfirmationsfeiern landauf und landab. Hoffentlich war es überall festlich entspannt – sowohl in der Kirche wie auch beim Zusammensein danach. Und hoffentlich gab es vielerorts die Gelegenheit, sich nach dem vielen Sitzen und Essen auch draußen ein wenig miteinander unterwegs zu sein – zumindest aber für einmalig schöne Gruppenfotos und Einzelportraits der schick gekleideten Hauptpersonen wird es gereicht haben.
Eine gelungene Konfirmation ist doch die beste Werbung für alle, die sich noch überlegen, ob sie selbst sich auch für die Konfirmandenzeit anmelden sollen. Damit auch die, die noch nicht genau wissen, ob Konfirmation etwas für sie ist, es leichter haben, mitzumachen, haben wir in der Arbeitsgruppe Werbung eine kleine Idee entwickelt: Konfis kurz vor ihrer Konfirmation machen ein Foto von sich, halten dabei einen kleinen Werbeslogan in die Luft und schreiben dann hinten drauf mit persönlichen Worten an ihre jüngeren Geschwister, Freund*innen, Schulkamerad*innen, Nachbar*innen, dass es ihnen (das hoffen wir doch sehr!) in der KonfiZeit gefallen hat und laden damit zum Mitmachen ein. Das hier abgebildete Beitragsbild ist dafür ein Beispiel. In diesem Fall haben sich die Konfirmanden aus Sengwarden für MACH KONFI MIT ZEIT entschieden. Das es noch zahlreiche andere Präsentationsmöglichkeiten gibt, ist ja sicher klar und allein eine Sache der Phantasie. MACH MIT ZEIT KONFI ….. MIT MACH KONFI ZEIT….
Drei hochwertige Slogansets haben wir übrigens zum Ausleihen in unserer Arbeitsstelle vorrätig – bitte bei Interesse melden.
An dieser Stelle danken wir fürs Mitmachen ganz herzlich (von links nach rechts und von oben nach unten):
Amelia Peters, Bervenly Scheifarth, Lotte Heidenreich; Celine Heidemann, Kira Aumann, Friederike Thaden, Sönke Radermayer und Emely Eudenbach.