Aus aktuellem Anlass ein Hinweis zur brandneuen Folge der Freeses – unbedingt mal anhören – auf NDR 2. „Einstempeln“ – das beliebte Thema der Gottesdienstbesuche in der Konfirmandenzeit. Es wird nämlich verdammt eng bis zur Konfirmation am Pfingstsonntag mit dem Godi-Stempeln… Also muss sich Svenni, der Sohn der sympathischen Familie Freese, was einfallen lassen. Natürlich gibt es gute Tipps von den Verwandten. Darf auch ein bisschen getrickst werden? Verstößt das nur gegen den guten Anstand oder sogar gegen die 10 Gebote? Bilden wir uns doch einfach mal unsere Meinung…
Im Rahmen der Themenwoche „Woran glaubst du?“ zeigt die ARD am Freitag, 16. Juni um 20.15 Uhr den Film „Die Konfirmation“. Was passiert, wenn ein Junge atheistischer Eltern sich konfirmieren lassen will… Wer also nicht gerade in Wittenberg auf dem KonfiCamp ist, kann sich ja mal informativ unterhalten lassen….
Am „Weißen Sonntag“ war früher fast überall Konfirmation – ganz kirchlich geschrieben ist das der erste Sonntag nach dem Osterfest mit dem Namen: Quasimodogeniti – was wiederum heißt: „wie die neugeborenen [Kindlein]“. Der biblische Bezug aus dem 1. Petrusbrief, Kapitel 2 skizziert das neue Gottesvolk: „So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, auf dass ihr durch sie wachset zum Heil, da ihr schon geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.“
Ja, das hoffen wir doch sehr, dass die Konfirmierten in der Konfirmandenzeit die Freundlichkeit Gottes in all den Erfahrungen, die sie mit Christenmenschen in den Gemeinden und in den für sie verdaubaren Traditionshäppchen unser Kirche inklusive ausgewählter biblischer Schätze gespürt haben. Und wir wünschen uns sehr und bitten Gott darum, dass die Konfirmierten eine Sehnsucht danach haben, mehr von der Nähe Gottes in ihrem weiteren Leben zu erfahren. Und mehr und mehr im Christsein auskosten, dass der Glaube an Jesus Christus Leib und Seele satt machen kann.
Was wünschen wir sonst noch so zur Konfirmation? Eine kleine Auswahl bietet unser Beitragsbild. Die aktuellen bundesweiten Studien zur Konfirmandenarbeit haben ja festgestellt, dass nach der Familienfeier und dem Segen die Freude über Geld und Geschenke erst an dritter Stelle der Bedeutsamkeit folgt, wenn sich Jugendliche vor und auch nach der Konfirmation zu diesem Thema äußern.
Wenn man nicht nur Emojis oder andere digitalen Grußbotschaften zur Konfirmation verschicken will, gilt es, sich ernsthaft Gedanken zu machen.
Einige gute Tipps finden sich im aktuellen Beitrag der Evangelischen Zeitung, in dem Pastor Bernhard Busemann aus Wilhelmshaven ein fröhlich-entschiedenes Plädoyer zum Thema Sind Geldgeschenke wirklich angemessen? hält.
An dieser Stelle wünschen wir all den vielen Jugendlichen mit ihren Familien und allen, die als Pastor*innen mit ihren Teams für die Gestaltung der Konfirmationsgottesdienste verantwortlich zeichnen, alles Gute und Gottes Segen für diesen besonderen Tag, von dem viele Konfirmierte zwei Jahre danach sagen: „Meine Konfirmation war einer der wichtigsten Tage in meinem bisherigen Leben!“
Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.
Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.
Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
Euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.
Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.
Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Weil es ja jetzt allerorten wieder so weit ist und nicht nur bei der Konfi-Kleidung Maß genommen werden muss…
Das sind die 10 beliebtesten Konfisprüche (in welcher Reihenfolge stehen sie wohl?) Behauptet evangelisch.de und das mit gutem Grund. Denn unter konfispruch.de findet jede*r Konfi in drei Schritten einen Bibelvers, der zur eigenen Persönlichkeit passt. Macht Spaß und Sinn zugleich, oder?
Ich fand es damals ja toll, dass Pfarrer Johannes Heinisch für mich einen Spruch rausgesucht hat. Er hat sich echt bei jedem von uns 40 Konfis was bei gedacht und ihn uns aus seinem geistlichen Nachdenken heraus zugesprochen. Ganz früher gab es ja sowieso nur ein biblisches Wort für die ganze Gruppe. Das war noch vorinduvidualistisch und viel praktischer in der Erstellung der Urkunden. Übrigens habe ich zuletzt meinen Konfis wieder angeboten, dass ich ihnen, wenn sie ihn nicht selbst auswählen wollen, gerne ein biblisches Wort zuspreche – für manche war das eine entlastende und spannende Erfahrung.
Wie könnten sich die Konfis eigentlich miteinander auf ihren Konfispruch einstimmen und ihn besser verstehen, selbst wenn sie ihn einfach so auf einem Auswahlzettel angekreuzt haben („Du, nimm doch Nummer 16, der ist schön kurz…!“)?
Ein Vorschlag:
1. Pastor*in oder/und Teamer*in erzählt, was sie/er für einen Konfi-Spruch hat und was dieser für sie/ihn persönlich bedeutet.
2. Konfis schreiben ihren gewählten Spruch auf einen Zettel, unterstreichen die drei wichtigsten Worte darauf und erläutern in kleinen Gruppen gegenseitig, warum sie gerade diesen Spruch gewählt haben und wie sie ihn verstehen. Ergänzend könnten die Konfis auch in ihrer Konfibibel den Spruch suchen und bunt markieren – genau da steht mein Spruch.
3. Auf einem schönen wertigen Papierbogen Format DinA 4 gestalten die Konfis ein visuelles Exemplar ihres Spruchs. Text, Symbole, Farben – das ganze Blatt wird ausgemalt. Wer mag, legt nach der Gestaltungsphase alle Sprüche nebeneinander und macht ein Mosaikfoto als Erinnerung für alle.
4. In der Kirche predigt jede*r Konfi den gewählten Konfispruch von der Kanzel. Auftritt. Langsam, würdig und sinnvoll verkünden. Abgang. Zwischendrin kurze Stille, ein kleiner Akkord, ein Ton der Klangschale. Vaterunser und Segen.
… dem Neustart in die nächste Runde.
Eine gute Gelegenheit, inne zu halten, zurück zu schauen und einen kritisch würdigenden Blick auf die vergangene Konfirmandenzeit zu werfen. Was ist mir aufgefallen? Was ist gut gelaufen, wo möchte ich etwas anders machen? Was nehme ich mir für den neuen Jahrgang vor?
Mir tut es immer gut, auch mal einen Blick Weiterlesen