Wege gelungener Kooperation in der Konfi-Arbeit

Bundesweite Online-Fortbildung

Nichts ist so beständig wie der Wandel
(Heraklit von Ephesus, ca. 540–480 v. Chr.)

ANMELDUNG kostenfrei bis 9. Mai:
https://akd-ekbo.de/kalender/gemeinsam-gehts-besser-bundesweite-online-fortbildung/

Kirchengemeinden verändern sich. Modelle wie „Nachbarschafts-, Kooperations- oder Erprobungsräume“ sind in den Landeskirchen verbreitet. Dabei verändern sich nicht nur Organisationsformen und Gruppenzusammensetzung, sondern auch Berufsbilder und regionale Identität. Dieser Wandel prägt nicht zuletzt auch die Konfi-Arbeit.

Netzwerk-Arbeit wird für die Konfi-Arbeit immer grundlegender. Gibt es in der einen Region eine Zusammenarbeit mit kirchlicher oder kommunaler Jugendarbeit, steht in anderen Gemeinden eine Kooperation mit Vereinen oder sozial-diakonischen Einrichtungen im Fokus.

Das Online-Seminar möchte einen Blick werfen auf Modelle gelungener Kooperation in der Konfi-Arbeit. Dabei werden in einem Impuls-Gespräch zwischen Dr. Emilia Handke (Kirche im Dialog in der Nordkirche) und Jonas Görlich (Pastor in Lohmen) Kooperationsbeispiele vorgestellt und Kriterien für eine gelingende Arbeit angerissen. In zwei Workshops können anschließend Möglichkeiten und „Stolperfallen“ vertieft werden.

#Religramme – Gesichter der Religionen

Eine Kollegin fragt in die Runde der Schwarmintelligenz, welche aktuellen Tipps es denn für Konfis gibt, die gern lesen und sich mehr mit Gott und mit den Religionen beschäftigen möchten. Eine andere antwortet mit einer tollen Buchempfehlung:

Navid Kermani, Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen – Fragen nach Gott, München 2022.

Navid Kermani (Schriftsteller, Orientalist und Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels) tritt darin mit seiner 12-jährigen Tochter in ein Gespräch über die Bedeutung von Glaube, Islam und Religion für das Leben.

Ich füge als weiteren Tipp ein Format hinzu, das auf vielfältige Weise ins Gespräch bringt:


#Religramme – Gesichter der Religionen. Eine interaktive Wanderausstellung.

Seit 2016 kreuz und quer durch Niedersachsen unterwegs, – und wegen Corona später als geplant – ist die Ausstellung jetzt bis zum 10. Mai 2022 in der Landesbibliothek in Oldenburg zu besuchen.

Sie ist aus einer Bundeslandperspektive heraus konzipiert, bietet aber darüber hinaus einen einfachen und in gewisser Weise persönlichen Einstieg in die Welt der (anderen) Religionen. 20 Frauen und Männer verschiedener Religionen erzählen aus ihrem Leben und Glauben: Was ist Dir wichtig an Deiner religiösen Tradition? Wie stehst Du zu Menschen mit anderer Religion? Sie geben Einblick in ihr privates Umfeld und ihre Gebetshäuser. Sie lassen teilhaben an den Klängen und wichtigen Texten ihrer Religion. Eine pfiffige Idee finde ich, dass die Portraits an den fünf Stationen nicht nach Religionen geordnet sind. Es ist eher so wie in einer Fußgängerzone: Mir begegnen Menschen, denen ich nicht auf den ersten Blick ansehe, welcher Religion – wenn überhaupt – sie angehören. Erst wenn ich einen Schritt näher komme, näher hinschaue, lese, zuhöre, erfahre ich dies und anderes mehr.

Die ganze Ausstellung kann auch im Internet unter http://www.gesichter-der-religionen.de/ besucht werden – inklusive einem reichhaltigen Materialangebot. Darüber hinaus ist die Ausstellung auch in den Sozialen Medien präsent. Auf Instagram finden sich viele Bilder und Statements der Beteiligten; mit einigen kann man auch jetzt noch in Kontakt treten und sich natürlich auch selbst am Gespräch beteiligen. Worum es in der Religion geht, dafür steht beispielhaft der Satz des jungen Rechtsanwalts Ferdi Yildirim: „Wenn ich Frieden habe, kann ich Frieden ausstrahlen!“

Übrigens: In Oldenburg hat man im Arbeitskreis der Religionen des Präventionsrats festgestellt, dass zwei der dort engagierten Gemeinschaften fehlen… – und die Ausstellung entsprechend mit Informationen ergänzt.
Hingewiesen sei an dieser Stelle auch auf die begleitende Gesprächsreihe „Religionen und Krisen“ vom 19. April bis zum 23. Mai – Infos im Ausstellungsflyer.

Nach Ostern darf ich einige Gruppen durch die Ausstellung begleiten. Ich werde darüber berichten…


Wie kann die Kirche zukunftsfähig werden? Und was für eine Rolle spielt die Konfi-Arbeit dabei?
Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten sich vom 8.-12. November die Konfi-Beauftragten der Landeskirchen auf ihrer Jahrestagung in Loccum.
Dabei entstanden einige Thesen, die angeregt diskutiert wurden.

Zum Schwerpunktthema „Konfi-Arbeit im Wandel von Kirche und Gesellschaft“ trug Dr. Sabrina Müller vom Zentrum für Kirchenentwicklung in Zürich ihre kirchentheoretischen Forschungserträge bei. Als Fachleute aus der Praxis brachten Dr. Thomas Ebinger aus Kemnat (Württemberg) und Stefan Kammerer aus dem badischen Gondelsheim ihre Erfahrungen aus der pastoralen Praxis ein. Mit Thesen zur Konfi-Arbeit der Zukunft, gemeinsam mit Dr. Sönke von Stemm (Münchehagen, Hannoversche Kirche) entwickelt, beförderten sie die Gespräche.

Falls der Beitragstitel Fragezeichen auf die Stirn zaubert:
Kreativ wurden die Podiumsbeiträge von den Konfi-Dozentinnen in Szene gesetzt. Konfus befragten die Kirche, was die Konfizeit ihnen zu bieten hat. Intergenerationale Gemeindearbeit von Konfis und Senioren wurde zum Konzept erhoben. Und überflüssige Konfi-Arbeit meint:
Ich gestalte meine Konfi-Arbeit so, dass viele Menschen ihre Gaben einbringen können. Die Arbeit gelingt immer mehr grundsätzlich auch ohne mich. Natürlich bringe ich meine Ideen auch weiterhin ein. Es herrscht im besten Sinn ein Überfluss an Ideen und Angeboten. Gute Konfi-Arbeit fließt über und bereichert das Leben in Kirche und Gesellschaft.

Perspektiven – KonfiCamps und KonfiFreizeiten

Vorhin erzählte eine Kollegin, dass sie in ihrer Gemeinde gerade die letzte Konfirmation in diesem Jahr gefeiert haben – und die war eine Einzelkonfirmation aus dem Konfirmationsjahrgang 2020. In der Tat, es war für viele Gemeinden und Konfi-Familien ein langes und herausforderndes Konfizeit-Abenteuer. Respekt und Anerkennung für alle, die geduldig und mutig durchgehalten haben! Und was machen wir jetzt so? Uns auf Weihnachten vorbereiten…

Bei den Freizeiten und Camps habe ich den Eindruck, dass in diesem Jahr seit dem Beginn der Sommerferien die eine Hälfte stattgefunden hat – mit allem Drum und Dran an Hygienekonzepten und Teststrategien – und die andere Hälfte mit Bedauern und Enttäuschung vieler Beteiligten abgesagt wurde. Vor allem größere Gruppen hatten und haben Schwierigkeiten, in Freizeitheimen, Jugendherbergen etc. aufgrund der Pflicht zur Einhaltung von Mindestabständen genügend Raum für ein sorgenfreies Miteinander zu finden. Für alle, die ihre Maßnahmen abgesagt haben, bleibt natürlich die Frage, ob und wie sich diese besonders intensive Gemeinschaftserfahrung bis zur Konfirmation noch nachholen lässt. Der nächste Konfi-Jahrgang steht ja auch schon ins Haus…

Es scheint so zu sein, dass das nächste halbe Jahr noch ganz schön knifflig werden kann, weil die Planbarkeit in der Herbst- und Wintersaison wesentlich von den Möglichkeiten der Innenraumnutzung abhängt. Selbst wenn es erlaubt ist, mit 50 Menschen in einem Raum zu sein, muss das Gefühl, dass das so ok ist und schön und „ungefährlich“, bei vielen erst wieder wachsen – die Sehnsucht nach Gruppe und alter Normalität reicht da nicht immer aus. Letztlich müssen die Verantwortlichen vor Ort mit den Konfi-Familien klären, was für die Mehrheit vertretbar und sinnvoll ist.

Umso schöner, dass an vielen Orten die Planungen von Freizeitmaßnahmen mit Konfis für den nächsten Sommer zuversichtlich anlaufen. Neben den großen KonfiCamps unserer Oldenburgischen Kirche setzen auch die Wittenberger KonfiCamps für 2022 auf ein fröhliches Miteinander mit jeweils 500 Teilnehmer:innen live und in Farbe am historischen Reformationsort. Wer sich für nächstes Jahr also noch nicht festgelegt hat und Lust auf dieses noch junge, aber inzwischen bewährte Format hat, kann sich jetzt anmelden:

Wittenberg: KonfiCamps und Team-Spirit-Camp 2022 – JETZT anmelden

  • KonfiCamp 1 – 17.08. – 21.08.2022
  • KonfiCamp 2 – 24.08.-28.08.2022
  • KonfiCamp 3 – 31.08. – 04.09.2022
  • Eine Premiere feiert dann im nächsten Jahr vom 10.-14. August auch das erste bundesweite Smells like Team Spirit – Camp exklusiv für Teamer:innen, das dieses Jahr noch abgesagt werden musste.

Und hier die Links mit Eindrücken der diesjährigen hybriden Formate und den Infos fürs kommende Jahr:

Hightlightvideo der hybriden KonfiCamps 2021: https://youtube.com/playlist?list=PLov481aKvCxXr1H0Xe86ltefKs5mhV_f4

Infos KonfiCamps:
https://konficamps-wittenberg.de/category/konfis-teilnehmen/
https://konficamps-wittenberg.de/wp-content/uploads/2021/09/Anmeldeformular-2022.pdf

Infos Smells like Team Spirit: https://www.teamspirit-camp.de/

Allein die Ankündigungen zu diesen Formaten lassen meine Stimmung und meine Zuversicht steigen!

Neue Publikation zum Globalen Lernen – Online Meeting

Am Freitag findet der globale Klimastreik statt. Ein wichtiger Zeitpunkt bei uns kurz vor der richtungsweisenden Bundestagswahl am Sonntag.
Eine der Fragen, die uns in Kirche und Gemeinde beschäftigen, lautet: Wie schaffen wir es, über den lokalen Horizont hinaus den Blick auf die globalen Zusammenhänge zu richten? Und für das Handlungsfeld Konfizeit: Was hat unsere Konfizeit und die Themen, die wie hier behandeln, mit der Zukunft unseres Lebens auf diesem Planeten zu tun? Geht mich das überhaupt was an?

Genau dafür bietet sich Globales Lernen an, wie es kreativ und konfigeeignet von Wittenberg aus in Szene gesetzt wird.
Wie sich hierfür digitale Medien einsetzen lassen, kann man hier erfahren. Wenn es passt, gleich anmelden:

https://ev-akademie-wittenberg.de/veranstaltungen/kw/bereich/kursdetails/kurs/2021-122/kursname/Konfi-Arbeit%20grenzenlos/

Wer am Thema dranbleiben will, der kann sich ab diesem Herbst regelmäßig mit anderen online austauschen. Infos dazu:
https://ev-akademie-wittenberg.de/veranstaltungen/kw/bereich/kursdetails/kurs/2021-212/kursname/Konfi-Arbeit%20in%20der%20Einen%20Welt/

Und hier gibt´s das Heft: